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Kindern helfen den Tod zu begreifen

Wenn jemand in der Familie oder Verwandschaft stirbt, sollte man Kindern im Alter von sieben Jahren und älter erlauben an der Beerdigung teilzunehmen. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass der Tod bereits kleinen Kindern viel mehr bedeutet, als man gemeinhin glaubt. Für Eltern ist es wichtig, über die kindlichen Reaktionsweisen angesichts von Todesfällen Bescheid zu wissen. Es betrifft schließlich die ganze Familie, wenn ein Familienmitglied stirbt. Je intensiver das Verhältnis zum Verstorbenen war, desto emotionaler wird das Sterben auch empfunden und begleitet. Der Tod des Großvaters, der Großmutter, einer Tante, eines Onkels, eines Cousins oder eines guten Freundes wird natürlich jeweils unterschiedlich erlebt. Eltern neigen häufig dazu, Kindern „beschützen” zu wollen, indem sie nichts über den Sterbefall erzählen.

Die Folgen eines Sterbefalls treffen die gesamte Familie, davon lassen sich auch Jugendliche oder Kinder nicht ausnehmen. Wenn wir von dieser Realität ausgehen, folgt daraus, dass der Tod eine Erfahrung ist, die man teilt. Indem wir unsere Gefühle teilen, sind wir damit gleichzeitig eine emotionale Stütze füreinander. Gemeinsam haben wir an allem Anteil, was mit einem Sterbefall zu tun hat, auch an der Zeit, die auf den Verlust folgt und die vor allem darauf ausgerichtet ist, langsam wieder zu einem normalen Alltagsleben zurückzufinden.

Kinder bilden sich ihr Bild vom Tod ganz allein, doch sollte man sie dabei nicht alleine lassen. Wenn wir Kindern helfen wollen müssen wir sie ernst nehmen und mit ihnen über Dinge sprechen, die uns selbst bewegen. Jedes Thema lässt sich auch auf eine kindgerechet Weise darstellen. Genau wie
Erwachsene reagieren natürlich auch Kinder unterschiedlich auf den Tod. Wenn wir mit Kindern über den Tod sprechen, ist es häufig schwierig genau die richtigen Worte zu finden. Davor sollte man aber keine Angst haben, denn meist wählt man intuiutiv eine Ausdrucksweise, die der Art, wie Kinder den
Tod erfahren, angemessen ist. Man hilft Kindern bereits dadurch, dass man sie teilhaben lässt.